Never Say Die Tour – Stuttgart LKA
SUICIDE SILENCE sind nicht unbedingt die Band, die den Mainstream verkörpert. Auch wenn das letzte Album „The Black Crown“ doch um Längen eingängiger ist als noch die vorherigen Werke! Umso erstaunlicher ist es was für ein Andrang vor dem LKA in Stuttgart war. Ich würde ja sagen, dass die Leute nicht nur wegen SUICIDE SILENCE da waren, was aber hier an der Stelle total falsch wäre, denn wenn man sich umgeschaut hat sah man ein Meer von SUICIDE SILENCE Shirts das kein Ende nehmen vermochte.
Angefangen bei einer gefühlt niemals endenden Schlange, standen sich die Leute die Beine in die Bäuche, da das LKA nicht wie angesagt um 16:30 öffnete sondern um 18:00 UHR! Sehr ärgerlich aber noch kein Grund sich aufzuregen. Als dann endlich die Tore zu den heiligen Hallen des LKA’s öffneten, war der Andrang dann so groß das es offensichtlich bei einigen Leuten keinen Halt mehr gab, was dann auch zur Folge hatte das unserer Kamera im Gedränge wüst der Gar ausgemacht wurde (Erklärung für das grenzwertige Bild oben!)
Die erste Band des Abends war dann VANNA gefolgt von THE HUMAN ABSTRACT welche nicht unbedingt zu überzeugen vermochten. Der obligatorische Clean Gesang war weder inovativ noch besonders mitreisend und die Breaks oder besser gesagt die ganzen Songs waren eher langweiliger Durchschnitt, was man anhand der nicht vorhandenen Reaktionen von den Leuten auch visuell sehen konnte. Weiter ging es dann mit AS BLOOD RUNS BLACK und den eher unbekannteren THE WORLDS ALIVE, welche schon ein wenig mehr mit spielerischer Qualität überzeugen konnten. Danach waren DEEZ NUTS an der Reihe und machten deutlich wie Hardcore heutzutage zu klingen hat. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch das es der mit Abstand beste Gig von DEEZ NUTS zuweilen war.
EMMURE waren das absolute Highlight! Es hat einfach alles von vorne bis hinten gepasst und jeder Song saß wie ein gezielter Schlag in die Fresse. Die Songauswahl zog sich durch die letzten 4 Alben der Band und konnte mit einem Hit nach dem anderen punkten.
Nun war auch die Zeit reif um den Headliner SUICIDE SILENCE zu begrüßen. Die Amis um ihren charmanten Sänger Mitch wissen einfach wie eine Show auzusehen hat und schleuderten einen Hit nach dem andern in die Menge. „Wake Up“, „You Only Live Once“, „Slaves To Substance“ und „No Pity For A Coward“ sind nur wenige Beispiele mit welchen sie das Publikum zum völligen durchdrehen trieben. All in all war die Show allemal das Geld wert. Kleines Manko an SUICIDE SILENCE ist aber der Gesang, welcher auf den Alben nur so von Abwechslungsreichtum strotzt, live aber nur durchweg geschrien präsentiert wurde. Das Publikum war trotzdem völlig überwältigt und SUICIDE SILENCE haben ihr Ziel erreicht.
Chris | Hard Times