AtomA
Skylight
Napalm Records
10 Tracks l 47:45 Min.
Line-Up
Ehsan Kalantarpour - Vocals, Synthies
Markus Hill - Guitar
Siavosh Bigonah - Bass
Oscar Borgenstam - Drums
Christian Älvestam - Backup Vocals, Guitar
Tracks
01. AtomA
02. Skylight
03. Hole In The Sky
04. Highway
05. Bermuda Riviera
06. Resonance
07. Solaris
08. Rainmen
09. Saturn And I
10. Cloud Nine
Sagt euch der Name SLUMBER noch was? Diese Gruppe sorgte im Jahre 2004 mit ihrem damaligen Album "Fallout" in der Doom- und Deathmetal-Szene für ordentlich Gesprächsstoff. Diese Band hat sich 2011 neu formiert und das neue Projekt AtomA in Angriff genommen. Nach diversen Besetzungswechseln ist die "alte Truppe" wieder zusammen.
Mit ihrem ersten Album "Skylight" haben die Jungs aus Schweden dem Doom- und Deathmetal fast abgedankt kann man sagen. Nun geht es in Richtung Post-Apokalyptisch-Melodisch-Progressiv-Rock ab. Diese Musik lässt sich in keine einzele Sparte einordnen. Rausgekommen ist ein düsteres SciFi-Album. Absolut atmosphärisch liefern die Schweden-Jungs mit grossflächig angelegten Keyboardszenen ein regelrechts Feuerwerk an Lust und Leidenschaft ab. Mit dem Song "Skylight" liefert die Scheibe gleich zu Anfang eine Geschmacksprobe zum Album vom Feinsten ab. Nachhallende Vocals und harte Gitarrenklänge sind bei einigen Songs klar dominierend. Der Nackennicker beim hören lässt sich nicht vermeiden. Eine wahre Vielfalt an Sounds und Klängen werden gekonnt miteinander verbunden. In den Metallischen Szenen lässt sich die Herkunft der Truppe nicht leugnen, es ist doch was von SLUMBER hängen geblieben. Somit kommt eine Atmosphäre auf die ich selten erlebt habe. Ein solchen Wechsel von Klängen aus einer anderen Galaxie in knallharten Melodierock habe ich noch selten erlebt. Alle Songs sind auf Ihre eigene Weise sehr interessant anzuhören. Abwechslung wird auf diesem Album gross geschrieben und man bekommt nach einem Powersong auch mal ne Ruhepause mit melodisch ruhigen Klängen. Die vielen Klangrichtungen machen die Scheibe fast einzigartig. Ich kenne keine nur annähernd vergleichbare Band.
Alles in allem ist das Album ein absoluter Geheimtipp für alle die mal nach was neuem suchen und auch mal für andere Sachen offen sind. Allerdings muss man sich das Album vom ersten bis zum letzten Song zu Gemühte führen um einen Eindruck des ganzen Werkes zu bekommen. Nur mal einen Song zur Standortbestimmung zu testen, kann da ordentlich in die Hose gehen. Einen absolut perfekten Einstand, wenn man das in diesem Falle noch sagen kann, hat AtomA abgeliefert. 8,5 Punkte.