Milking the Goatmachine
Clockwork Udder
Noiseart Records
16 Tracks | 38:37 Minuten
Was ist eigentlich aus Heidi und dem Geisenpeter geworden? Klar, was aus des Ziegenzüchters Feinsliebchen wurde ist bekannt. Die zog es irgendwann nach Frankfurt, wo sie auf dem Hartgeldstrich als die Fünf-Mark-Heidi Karriere machte (später Fünf-Euro-Heidi; vielen Dank Einheitswährung!). Der Peter allerdings stieg auch schließlich von der Alm herab, fand seinen lange verschollenen Bruder wieder und gründete mit dem zusammen die Death-Grind Kapelle MILKING THE GOATMACHINE. Der Rest ist Geschichte.
Nun liegt uns also bald das dritte Werk der deutschen Spasskombo vor und es hört auf den Namen "Clockwork Udder". Und ein weiters Mal bleiben die Ziegenknuddler ihrer Linie mit jeder Menge Groove, Tempo, Gewalt und natürlich der gewohnten Portion Spass und Wahnsinn treu.
So rauscht "Clockwork Udder" präzise, wie das benannte Uhrwerk durch die Boxen. Ob rockig wie die Einberufungshymne "We want you", mal rasend wie im packenden "Make it or break it", stampfend wie in "Raise your horns" oder wieder einmal herrlich bescheuert, wie in der "Knock knock"-Trilogie.
Wer die beiden Vorgänger der "Gebrüder" Udder und ihren beiden Sessionbarden kennt, dem wird auffallen, dass sich am Sound nicht das Mindeste getan hat. Aber wofür auch, wenn der schon spätestens auf "Seven... a Dinner for one" genau so war, wie man ihn haben will?
Ebenfalls positiv zu bemerken bleibt, dass das Quartett mit "Clockwork Udder" noch einen Ticken abwechslungsreicher und technischer zu Werke geht, als es bei den ersten beiden Scheiben noch der Fall war. Wer diese mochte, der wird auch am neuen Opus von MILKING THE GOATMACHINE nicht vorbeikommen, ohne sich beim Bangen ordentlich die Hörner anzustoßen.
Anspieltips: We want you, Trappings of Power
Wertung: 8/10 Punkte