Nicht wenige Fans der "alten" Sonic Syndicate hegten nach dem für Außenstehende überraschenden Ausstieg der beiden Sänger Roland Johansson und Richard Sjunnesson den Wunsch, dass die beiden eine neue Band ins Leben rufen würden. Die Gerüchteküche brodelte fortan kontinuierlich und tatsächlich: Mit THE UNGUIDED starten die beiden ihre neue Band, die klingt, wie Sonic Syndicate aus Sicht vieler Fans heute noch klingen sollten. Die Gelegenheit war also günstig, unseren Wissensdurst im Bezug auf beide Bands aus erster Hand zu stillen.
Hey Richard und Roland! Gleich vorneweg herzlichen Glückwunsch zu eurem neuen Album. Als ich die Scheibe zum ersten Mal im heimischen CD-Player rotieren ließ (natürlich ohne vorher die Labelinfo studiert zu haben) dachte ich mir „Genau SO hätte die letzte Sonic Syndicate klingen sollen…!“ Entsprechend froh war ich, als ich später herausgefunden habe, dass die Scheibe tatsächlich von euch ist.
Bevor wir uns der neuen Platte zu wenden möchte ich die Chance nutzen um ein paar Infos zu eurem Ausscheiden bei Sonic Syndicate aus erster Hand zu bekommen.
Ich habe gelesen, dass ihr einen Vertrag unterschreiben musstet, der euch das Recht entzieht, irgendwelche Sonic Syndicate-Songs live zu performen. Auslöser für diesen Vertrag soll vor allem Robin Sjunnesson gewesen sein. Das impliziert aus meiner Sicht auf jeden Fall, dass der Split nicht in völliger Harmonie von statten gegangen ist. Wie ist die Situation zwischen euch im Moment? Hängt ihr noch zusammen ab oder ist das Tuch dann doch eher zerrissen?
Roland: Als ich die Band verlassen habe musste ich einen sehr umfangreichen Vertrag unterzeichnen. Darin enthalten war auch ein Part in dem ich meine Rechte daran abgab, die Musik live zu spielen. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich vor allem die Band vor Problemen bewahren und ich muss zugeben, dass ich damals auch absolut keine Intentionen hatte, das Material live zu spielen. Ich ging davon aus, dass das der Wille aller Bandmitglieder war. Da es mir sehr wichtig war, einen „geschmeidigen“ Abgang hinzulegen, habe ich den Vertrag unterzeichnet. Inzwischen habe ich allerdings die Vermutung, dass nicht alle Bandmitglieder von der Existenz des Vertrages wussten.
Richard: Ich habe aktuell kaum private Kontakte zu den anderen, mal abgesehen von meinem Bruder Roger und John. Es ist ziemlich schwer, sich aus dem Weg zu gehen, wenn man in der gleichen Band spielt. Hehe.
Roland, du hast Sonic Syndicate vor allem wegen des immense Touring-Zeitaufwandes verlassen, zumindest ist das der Hauptgrund, der bislang durchsickern konnte. War das tatsächlich der ausschlaggebende Grund?
Roland: Das ist korrekt. Ich gelangte einfach irgendwann an den Punkt in meinem Leben, an dem sich für mich der Touring-Part abgeschlossen hatte – ich liebe meine Familie und mein Zuhause einfach zu sehr, als dass ich das noch länger vernachlässigen möchte. Ich hatte wirklich eine tolle Zeit on the Road und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich das alles erleben durfte. Dennoch passt dieser Lebensstil inzwischen einfach nicht mehr zu mir.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du mit der neuen Band keine Shows spielen wirst?
Roland: Nein, das bedeutet defintiv nicht, dass man The Unguided niemals live erleben wird. Wir werden nur keine groß angelegten Tourneen fahren, sondern uns auf Festivals und kurze einwöchige Trips konzentrieren. Damit ist eines klar: Wenn du irgendwann erfahren solltest, dass The Unguided in deiner Nähe spielen, dann solltest du die Gelegenheit beim Schopfe packen, da man nicht wissen kann, wie lange es dauert, bis wir wieder in der Gegend aufschlagen!
Richard, du bist kurze Zeit nach Roland ausgestiegen – dein Hauptgrund waren musikalische Differenzen. Mit der „Burn This City“-EP schien die musikalische Welt noch in Ordnung, doch das volle Album hatte mit Metalcore nun nicht mehr viel zu tun, sondern „glänzte“ mit einem sehr poppigen Approach. War diese Entwicklung dann auch der Grund für deinen Ausstieg?
Richard: Ich war mehr als unzufrieden mit der gesamten musikalischen Entwicklung, die die Band mit dem letzten Album eingeschlagen hatte. Das war alles so verdammt weit weg von meinen eigenen musikalischen Präferenzen und Standards, dass ich echte Probleme dabei hatte, meinen Namen unter das Ergebnis zu setzen. Die von dir angesprochene „Burn This City“-EP war noch absolut ok . schließlich enthielt sie mit „Rebellion In Nightmareland“ den bis dato härtesten Sonic Syndicate-Track überhaupt. Letztendlich war es das einfältige Songwriting auf dem Album und einige wirklich lächerliche Entscheidungen, die Band und Management getroffen hatten, die quasi den letzten Nagel in meinen Sarg im Hinblick auf die Band darstellten.
Kam diese immer kommerziellere Entwicklung von innerhalb der Band oder gab es Druck von außen, z.B. von Seiten des Labels?
Richard: Das Label hat uns zu gar nichts gezwungen. Die Jungs hatten sehr großes Vertrauen in uns als Band und ich bin mir 100%ig sicher, dass sie das Album mit der gleichen Energie gepushed hätten, wenn es so hart wie „Only Inhuman“ oder „Eden Fire“ gewesen wäre. Der Druck kam von Seiten des Managements, das war der Grund für diese drastischen Soundveränderungen. Letztendlich trifft aber keinen außer den Bandmitgliedern die Schuld, da sie es schließlich waren, die diesen Absturz ins immer Kommerziellere zugelassen haben.
Wie hat es sich eigentlich zugetragen, dass Roger Sjunnesson und John Bengtsson nun in beiden Bands spielen?
Roland: Nun, da es keinerlei Vereinbarungen gibt, dass die beiden nicht auch in anderen Projetken engagiert sein dürfen, gibt es hier keinerlei Probleme. Ich hatte meine Gründe, die Band zu verlassen und die anderen waren wohl noch nicht an dem Punkt, Sonic Syndicate aufgrund meines Ausscheidens zu begraben. The Show must go on, um es mal salopp zu formulieren. Da Sonic Syndicate aktuell ja eine auf unbestimmte Zeit angelegte Pause eingelegt haben, bleibt den beiden mehr als genug Zeit, sich bei The Unguided auszutoben.
Richard: Sowohl John als auch Roger genießen es nach wie vor bei Sonic Syndicate zu spielen. Da es ihnen aber genauso gut gefällt, bei The Unguided zu spielen, sehe ich keine Gründe, die dagegen sprechen. Da man aktuell noch absolut nicht absehen kann, wie lange der Winterschlaf von Sonic Syndicate andauern wird und wie es danach weiter geht, wird man sehen, wie sich alles entwickelt.
Kommen wir nun endlich zu eurem neuen Werk.
Die Scream-Vocals erscheinen mir etwas lauter gemischt, im Vergleich zu den melodisch gesungenen Parts. Warum habt ihr euch für diesen Sound entschieden? Normalerweise ist es ja eher der melodische Part, der die Songs zusammen hält und für die Wiedererkennung sorgt.
Roland: „etwas lauter gemischt“... Naja, wenn du dich auf das „We Rule The Night“-Ablum beziehst, stimme ich dir zu. Doch auf dieser Scheibe waren die Screams viel zu leise gemischt – und ich bin mir sicher, dass dir Richard auch die Gründe dafür nennen kann. Aus meiner Sicht sind die beiden Gesangsspuren in einer perfekten Balance aufgenommen und exakt genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Was swir auf diesem Album allerdings anders gemacht haben ist, dass wir die cleanen Vocals stellenweise als Background-Effekt eingesetzt haben, das könnte dann auch das sein, was dir aufgefallen ist, oder?
Ja, da magst du durchaus richtig liegen – das ist in jedem Fall eine neue Herangehensweise.
Roland: Diesen Effekt haben wir zum Beispiel bei dem Song „My Own Death“ angewandt. Im ersten teil des Tracks wurden die cleanen Parts bewusst hinter Richards Screams gemischt, da diese den Leadpart übernommen haben. Die melodischen Gesangsstellen antworteten quasi im Hintergrund auf Richards Parts. So sind wir bei einigen Songs der Platte vorgegangen. Nur weil man cleanen Gesang dabei hat muss das ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass diese immer den Leadpart übernehmen.
Richard: Treffender hätte Roland meine Gedanken zu dem Thema nicht beschreiben können. Nur weil das Screaming eine etwas andere Gesangstechnik ist, muss das ja nicht gleichzeitig bedeuten, dass man diese Stilrichtung nicht auch als Leadpart einsetzen kann, oder? Es sind definitiv wesentlich mehr Scream-Vocals auf „Hell Frost“ im Vergleich zu „We Rule The Night“ – deshalb befinden sich beide Stimmen auf dem neuen Album auch in perfekter Harmonie, was die Lautstärke, die Balance nd das Feeling angeht. Das war bei WRTN nicht ansatzweise gegeben. Deshalb denke ich auch keine Sekunde mehr an dieses Album. Damals wurden meine Screams nur noch als eine Art Background-Effekt eingesetzt, was meinen Job tierisch uninteressant machte – mal ganz davon abgesehen, wie viel besser die Scheibe bei einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen den Stimmen geklungen hätte. Mal ehrlich: Warum investiere ich so viel Zeit in meine Gesangstechnik, wenn man sie auf der Scheibe nicht einmal hören kann? Das habe ich mich laufend gefragt, als es an den finalen Mix von WRTN ging. Und das war letztendlich auch die große Motivation, eine neue Band zu gründen mit der wir all diesen idiotischen Standards den Mittelfinger ins Gesicht strecken können. Heute tun wir genau das, was uns am besten gefällt. Melodisches Singen hält Songs zusammen?! Bullshit! Erzähl das doch mal Lab Of God...!
Puh, da hab ich scheinbar einen wunden Punkt getroffen. Da wird dir meine nächste Frage sicher besser gefallen. Richard, mir ist aufgefallen, dass sich dein Gesang im Vergleich zu deinen vorherigen Alben doch recht deutlich verändert hat. Wolltest du bei The Unguided bewusst anders klingen oder ist das nur das Ergebnis deiner natürlichen Weiterentwicklung?
Richard: Ich genieße nun wesentlich mehr Freiheiten, als bei Sonic Syndicat, abgesehen vom ersten Album. Dadurch beschleunigt sich natürlich auch die Weiterentwicklung meiner Technik im Vergleich dazu, wenn ich nur hier und da mal einen Brocken singen darf. Dazu kommt, dass ich nun mein eigenes Studio zu Hause besitze wo ich meine rauhe Stimme direkt hören kann und sie nicht über eine miese PA in unserem Proberaum abhören muss. Ich denke das gab mir einen ziemlichen Kick meine eigene Entwicklung starker voran zu treiben. In dieser Band ist meine Motivation nahezu grenzenlos, weshalb man heute auch sagen könnte “I scream like I mean it” und ich nicht nur irgendwelchen Krach u Songs machen muss, die mir vollkomen am Ar*** vorbei gehen. Ich habe meine volle Energie, meine gesamte Persönlichkeit in “Hell Frost” gelegt – da ware es schon seltsam, wenn man das nicht irgendwie in meiner Stimme hören würde.
Wohl wahr. Handelt es sich bei dem Material um ausschließlich neue Songs oder habt ihr auch einige Ttacks aus Sonic-Zeiten verwendet, die ihr damals nicht unterbringen konntet?
Richard: Sowohl als auch. Es sind ein paar Songs aus Sonic-Zeiten enthalten, allerdings keine Ausschussware, sondern Material aus unseren Anfangstagen für das “Fallen Angels”-Demo zu Beginn des Jahrtausends. “Inherit The Earth” und “Betrayer Of The Code” zum Beispiel wurden 2002 geschrieben. Diese wurden natürlich komplett umgekrempelt um zu unserem neuen Material zu passen. Der Rest des Albums wurde im Zeitraum von Ende 2010 bis Ende 2011 neu geschrieben. Die Sonic-Songs wurden nicht gestrichen, weil sie zu unkommerziell waren – sie wurden lange vorher ausgemustert, bevor das ganze Drama geschah. Als wir “Burn This City” aufgenommen hatte, standen insgesamt sieben Songs zur Wahl, von denen es nur “Burn This City” und “Rebellion In Nightmareland” auf die EP geschafft hatten – der Rest wurde entsorgt – zumindest dachten das die meisten Leute. Nunja, unsere chice neue Band hat zwei davon zu richtig geilen Nummern weiter entwickelt, hehehe.
Seht ihr The Unguided eigentlich als richtige Band oder eher als Projekt, da die anderen Bandmitgleider ja alle noch in andere Bands involviert sind.
Roland: Das ist eine richtige Band, so richtig, wie eine Band nur sein kann. Stone Sour sind ja auch eine richtige Band, obwohl Slipknot noch aktiv sind. Ich sehe kein Problem darin, zwei Band zu haben.
Richard: The Unguided sind SEHR real und SEHR präsent! Ich habe gehört, dass sie gerade ein neues Album veröffentlich haben hehe. Es war tatsächlich ursprünglich angedacht, dass The Unguided ein Projekt werden sollte. Doch inzwischen hat es sich zu einer richtigen Band entwickelt in der wir es sehr genießen zu sein und in der Zusammenhalt beispiellos ist.
Werdet ihr dennoch irgendwann anfangen zu touren? Natürlich mit entsprechend weniger Zeitaufwand.
Roland: Wie ich schon gesagt hatte, werden wir auf jeden Fall touren, nur nicht wieder über Monate. Eine Woche am Stück sollte sich aber mit den normalen Jobs der Bandmitglieder und unseren Familien vereinbaren lassen. Da ich nun einen Sohn habe, ist die Familie natürlich noch viel wichtiger für mich als in der Vergangenheit.
Richard: Wir streichen das Touren zu einem Format zusammen, das für jedes Bandmitglied handlebar ist. Unser Hauptaugenmerk ist darauf ausgerichtet, mit Leuten, die wir sehr mögen, Musik zu spielen und zu kreieren und uns nicht die Ärsche abzutouren. Das haben wir nun fast ein Jahrzehnt lang getan. Deshalb nehmen wir auch Rücksicht auf die Belange der einzelnen Bandmitgleider.
Habt ihr schon Pläne, die eventuell auch Gigs außerhalb eurer Heimat beinhalten?
Roland: Aktuell sind wir tatsächlich dabei, die Möglichkeiten auszuloten. Mehr kann ich dazu gerade noch nicht sagen, aber du solltest Augen und Ohren offen halten, dann kannst du uns eigentlich nicht verpassen.
Warum habt ihr eigentlich den gut eingeführten Namen eurer alten Band nicht dazu genutzt, um auf euch aufmerksam zu machen?
Roland: Nein, das haben wir tatsächlich nicht getan. Wir haben uns lediglich auf unsere Facebook- und YouTube-Accounts konzentriert, statt eine großangelegte Promo zu fahren. Alles, was auf unserem YouTube-Channel geschrieben wurde, sind Beiträge von Fans der “alten” Sonic. Ich denke, dass sehr viele Fans ziemlich enttäuscht von der letzten Platte waren und es ihnen wichtig war, der Welt von der “alten Gang” zu berichten.
Richard: Wir haben eigentlich erst jetzt, da das Album fertig ist, damit begonnen, die Promotion etwas ernsthafter anzugehen. Zuvor fand lediglich eine Mund-zu-und-Propaganda statt und das, was die Fans aus eigener Motivation geleistet haben. Sicher wurde unser Hintergrund in einigen Band-Promo-Unterlagen beleuchtet, warum auch nicht? Das ist schließlich ein ziemlich gutes Promo-Pfund, das wir da in die Waage legen können.
Das Artwork eurer ersten EP wurde durch den Künstler Kuang Hong entworfen. Wie seid ihr auf ihn gekommen?
Richard: Ich wollte schon immer mit Mr. Hong zusammen arbeiten, lange vor “Only Inhuman”. Ich liebe seine Kunst. The Unguided bot nun die großartige Chance, uns nach unseren eigenen Wünschen zu richten und nicht an Label- oder Management-Vorgaben gebunden zu sein. Das Artwork für “Nightmareland” und “Hell Frost” ist derart gut und detailreich ausgeführt, dass ich jedes Mal begeistert in, wenn ich es mir ansehe. Wir arbeiten parallel auch noch mit Gustavo Sazes, der unter anderem die Artworks für die beiden Sonic Syndicate-Scheiben “We Rule The Night” und “BTC” geliefert hatte. An der Gestaltung von “Nightmareland” und “Hell Frost” haben diese beiden Künstler gemeinsam gearbeitet. Darüber hinaus stehen wir mit einem dritten Grafiker in Kontakt: José A. Aranguren, der das “Eden Fire” und “Fallen Angels” Artwork erstellte und nun ein Artowrk für unsere nächste digitale Single gestaltet hat.
Noch besitze ich die EP nicht. Wo kann man die ordern – oder ist sie eventuell schon ausverkauft?
Richard: Die “Nightmareland”-EP ist über den despotz.de-Webshop erhältlich. Dort findest du das komplette Album natürlich auch. Die LP sollte eigentlich in jedem Plattenladen erhältlich sein, während die EP durchaus etwas schwerer zu bekommen sein dürfte.http://despotz.bigcartel.com/artist/the-unguided
Sind die beiden früher veröffentlichten Singles “Betrayer Of The Code” und “Inherit The Earth” eigentlich reine iTunes-Releases oder ebenfalls auf den klassischen Medien CD und Vinyl erhältlich?
Roland: Bis jetzt ausschließlich auf iTunes. Warten wir mal ab, was die Zukunft so bringt. Ich bin ein extremer Fan von “echten” Veröffentlichungen, besonders von Vinyl, deshalb…
Richard: Ich würde mich riesig freuen, diese Artworks auf Vinyl oder CDs zu sehen. Aktuell ist das BOTC-Artwork mit ins Booklet der “Hell Frost”-CD eingeflossen, doch wir hoffen schon, die Platten irgendwann richtig zu veröffentlichen.
Ihr werdet im Januar 2012 ein Video zu “Phoenix Down” veröffentlichen. Wird das demnach die dritte Single werden?
Richard: “Betrayer” war keine Single im eigentlichen Sinn. Es war meh rein digitaler Push um das Datum 2011-6-16 zu nutzen. Unsere 616-Army hat den Gag jedenfalls geliebt. So wird “Phoenix Down” unsere zweite SIngleauskopplung aus “Hell Frost” werden.
Warum habt ihr diesen Song zur Single erkoren?
Roland: Nachdem “Sense Inherit” bereits im Radio zu hören war, wollten wir einen anderen Song für’s Video nutzen. “Phoenix Down” war der Favorit aller Bandmitglieder, weil der Song einen etwas massenkompatibleren Sound hat. Ich möchte die Phrase hier eigentlich nicht verwenden, doch ich denke, dass einige das Wort “kommerzieller” hier nutzen würden. Ich würde es in der Hinsicht als “kommerziell im The Unguided-Stil” bezeichnen.
Richard: Wir wollten den Song nehmen, der am leichtesten zugänglich ist, um die größtmögliche Aufmerksamkeit auf unsere Band zu lenken. Wir denken, dass “Phoenix Down” die perfekte Nummer für diesen Job ist. Wir haben den Song nicht bewusst zugänglicher komponiert, das hat sich einfach so ergeben.
Könnt ihr mir schon etwas über die Story oder den Inhalt des Clips erzählen?
Roland: Es ist ein ganz geradliniges Video geworden - mehr oder weniger ein “Präsentations-Video”. Es hat gerade einmal vier Stunden gebraucht, um den Clip aufzunehmen, Keinerlei Extravaganz, abgesehen von Partic Ulleaus magischem Touch des Schneidens.
Richard: Es ist ein richtig hübsches Einführungsvideo in die Band geworden. In der Weise, wie wir “Denied” damals für Sonic genutzt hatten. Es wird darin reine Performance-Shots geben. Mit Patric haben wir in der Vergangenheit schon oft zusammen gearbeitet. Er kennt den Shit einfach zu gut hehe.
Wie wird der Weg von The Unguided weiter gehen?
Roland: Vor allem wollen wir mehr Alben aufnehmen. Wir hoffen, damit so lange wie möglich weiter machen zu können.
Richard: Generell geht es uns darum, eine gute Zeit zusammen zu haben und zu sehen, wie weit uns das neue Format bringen kann. Wir werden sicher nicht so extensive touren wie andere Bands, doch wir werden zusehen, in regelmäßigen Abständen gute Alben zu veröffentlichen.
Interview & Text: Ingo
Band-Homepage: www.the-unguided.com