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Paradise Lost - Tragic Idol

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Paradise Lost

Tragic Idol

Century Media

10 Tracks | 46 Min

 

Line-Up:

Nick Holmes - vocals

Greg Mackintosh - lead guitar

Aaron Aedy - rhythm guitar

Steve Edmondson - bass guitar

Adrian Erlandsson - drums

 

"Tragic Idol" Track List:

01 .Solitary One

02 .Crucify

03. Fear Of Impending Hell

04. Honesty In Death

05. Theories From Another World

06. In This We Dwell

07. To The Darkness

08. Tragic Idol

09. Worth Fighting For

10. The Glorious End

 

Labelinfo:

13 Alben haben PARADISE LOST in ihrer 20+ Jahre langen Karriere abgeliefert – Höhepunkte aufzuzählen, wäre zwecklos. Die einzige Band, mit der sie verglichen werden können und sollten, sind, nun, PARADISE LOST. Seit Anbeginn ihrer Karriere, die bis ins Jahr 1988 zurückreicht, und ihrem Debüt aus dem Jahr 1990 („Lost Paradise") haben PARADISE LOST eine Achterbahnfahrt von Höhen und Tiefen hinter sich gebracht, die mit ihrem vierten Album, „Icon", erst richtig begann. Dieses Album zeigte PARADISE LOST als eine Band, die mehr anzubieten hatte als ihren etablierten Doom-Death-Metal-Sound – eine Tatsache, die sie unmissverständlich mit dem Nachfolgealbum „Draconian Times" klarmachten, einem Werk, das noch heute als Goth-Metal-Meilenstein gilt. Dass sie ihren internationalen Durchbruch nur zwei Jahre später mit einem Ausflug in Electronica-Reiche fortsetzten („One Second"), verschreckte die Kollektivseele der inbrünstigen Fanbase von PARADISE LOST, und doch konnten sie mit dieser neuen Ausrichtung eine ganz neue Anhängerschaft für sich gewinnen. Beginnend mit dem 2002er Album „Symbol Of Life" kehrte die Band dann nach und nach zu jenen Gewässern zurück, die sie einst hervorgebracht hatten: Die Elemente ihres favorisierten Doom-Goth-Sounds wurden wieder dunkler und lauter mit jedem folgenden Album, und jedes Mal wartete man mit Spannung darauf, wie weit PARADISE LOST diese Rückkehr führen würden. Man kann nun wohl ohne Übertreibung sagen, dass „Tragic Idol" das Album ist, auf das Fans der „Icon"- und „Draconian Times"-Ära seit langem fieberhaft warten. Aufgenommen in den The Chapel Studios in Lincolnshire, England (wobei die Vocals in den Fascination Street Studios im schwedischen Örebro aufgezeichnet wurden), und gemixt und -mastert von Jens Bogren (Opeth, Borknagar), erweist sich „Tragic Idol" als kompromissloses Album, das laut Gitarrist Greg Mackintosh „mehr von klassischem Metal und klassischem Doom-Metal beeinflusst wurde als von irgendetwas sonst". Eine Aussage, die der Opener „Solitary One" und das abschließende Klagelied „The Glorious End" mit ihrem vernichtenden Doom-Ansatz belegen, während die Vorschlaghammer-Riffs von „Crucify", „To The Darkness" und „In This We Dwell" PARADISE LOST aus dem Goth-Reich hinaus- und zugleich alle Schwarzmaler des Genres in die Dunkelheit hineinziehen. Das trifft auch auf den restlichen Verlauf von „Tragic Idol" zu: Auf jeden schwerfälligen Doom-orientierten Track kommt ein Song, der mit traditionellen Metal-Riffs und Gitarren-Leads beladen ist, so dass das Album für jeden zum Festmahl wird, der Freude daran hat, von einer Gitarrenwand zerschmettert zu werden. VÖ-Datum: 20. April 2012 Sänger Nick Holmes übernimmt wie immer die Führung und singt sich die Seele aus dem Leib, anstatt sich durch das Album zu growlen und summen. In einer Zeit, in der Gothic Metal oft darüber definiert wird, wie gut ein Sänger den verstorbenen, großen Peter Steele (Type O Negative) imitieren kann, attackiert Holmes mit einer Vielfältigkeit und Aggression, die sowohl für altgediente Möchtegern-Goth-Helden als auch für Szene-Newcomer die Messlatte nach oben schraubt. Holmes Lyrics sind seit jeher dunkel und introspektiv, und „Tragic Idol" macht da keine Ausnahme: Es gibt keine Strophen für die Fantasy- und Folk-Metal-Bühne, keine „Junge trifft Mädchen"- Geschichten – stattdessen konzentriert er sich ausschließlich auf die Abgründe der öden Realität. „Ich habe viel über Wahrheit und Aufrichtigkeit geschrieben", sagt Holmes. „Es gibt einen Song, der ‚Honesty In Death' heißt, bei dem ich mir Gedanken darüber gemacht habe, wie demütig der Tod die Menschen macht und wie unbedeutend kleine Probleme sind. Er lässt dich realisieren, was wirklich wichtig ist im Leben." Was den Namen „Tragic Idol" anbelangt, ist dies schlicht und ergreifend der passende Titel für ein Album, das auf eine moderne Gesellschaft losgelassen wird, die daran glaubt, dass alles Gold ist, was glänzt. Der Titel-Track ist ein klassisches Beispiel dafür, wie PARADISE LOST das Leben ins rechte Licht rücken und uns eine Botschaft eintrichtern: „Darin geht es um die Schönheit und Unschuld der Jugend", erklärt Holmes den Song „Tragic Idol". „Darum, ein anderes menschliches Wesen, das durch einen Zufall in einen fast gottgleichen Status erhoben wurde, mit einer Empfänglichkeit für Schmerz, Leid und Depression anzubeten. Diese Vergötterung frisst sich ihren Weg und macht die Person innerlich hässlich, weil sie ihre Selbstgefälligkeit über die anderen stellt und ihre eigene Bedeutungslosigkeit im großen Ganzen der Dinge nicht mehr erkennt." „Tragic Idol" als Ganzes ist nicht nur PARADISE LOSTs lang erwartete Rückkehr zu alter Klasse; es ist ein Soundtrack, der vom Leben inspiriert ist und als gut gemeinter Tritt in die Zähne serviert wird.

 

Liner Notes von Nick Holmes – „Tragic Idol":


Solitary One

Handelt davon, wie Liebe die Seele entleeren kann – sie ist etwas, das uns überleben lässt, aber

auch unser totales Verderben sein kann, sobald das Band von Vertrauen und Liebe missbraucht wird.

Dann frisst sie sich durch die Seele wie eine tödliche Krankheit.

Tragic Idol

Die Schönheit und Unschuld der Jugend; ein anderes menschliches Wesen, das durch einen Zufall in

einen fast gottgleichen Status erhoben wurde, mit einer Empfänglichkeit für Schmerz, Leid und

Depression anzubeten. Diese Vergötterung frisst sich ihren Weg und macht die Person innerlich

hässlich, weil sie ihre Selbstgefälligkeit über die anderen stellt und ihre eigene Bedeutungslosigkeit

im großen Ganzen der Dinge nicht mehr erkennt.

Fear Of Impending Hell

Jene Dinge im Leben, die uns bevorstehen – oder nicht bevorstehen. Die meisten Menschen neigen

dazu, nicht über schlechte Dinge nachzudenken, die ihnen widerfahren könnten. Und das Thema

Tod ist etwas, das für jeden von uns beängstigend ist. Wenn mich meine Kinder dazu fragen,

versuche ich immer, ihnen Antworten zu geben, die sie fröhlich und zuversichtlich stimmen, doch

tatsächlich bin ich genauso verunsichert wie sie!

In This We Dwell

Schicksal ist ein schönes Ideal, aber in der Realität kann niemand vorhersehen, ob etwas Gutes oder

Schlechtes kommt. Dieser Song handelt davon, keinen Einfluss auf die Zukunft zu haben. Man kann

einen Weg wählen, aber man wird nie wissen, wo dieser hinführt oder welche Auswirkungen die

Reise auf uns haben wird.

Honesty In Death

Meine ersten Gedanken kreisten darum, wie demütig der Tod die Menschen macht und wie

unbedeutend kleine Probleme sind. Er lässt dich realisieren, was wirklich wichtig ist im Leben. Ich

stieß darauf, als ich zu dem Thema recherchierte, und das fasst den Titel für mich perfekt

zusammen. Der Tod ist die einzig wahre Wahrheit, im Tod kann es keine Lüge und Täuschung geben.

Er ist die endgültige Wahrheit, der jeder von uns irgendwann gegenübertreten muss. Einige sehnen

sich nach dieser Wahrheit, andere laufen ihr Leben lang vor ihr davon. Aber niemand kann ihr

entkommen. Und niemand kann ihr die finale Gelegenheit verwehren zu sprechen.

Theories From Another World

Den Titel umweht eine Art Sci-Fi-Feeling, das wir vorher noch nie benutzt haben. Es ist aber eher

ein technikfeindlicher Blick auf die Vorlieben in unserer materiellen Welt. Es geht um Dinge, die die

Menschen heute für wichtiger erachten als vor einigen Jahren, und darum, ob sie uns wirklich

Freude bringen oder wir uns damit nur selbst täuschen.

Worth Fighting For

Hier geht es hauptsächlich um Selbstachtung und darum, stark zu sein, wenn andere versuchen, dich

runterzudrücken. Ich dachte immer, dass man diese Dinge auf dem Schulhof zurücklässt, aber sie

verfolgen dich ein Leben lang.

Crucify

Mein Vater hat immer gesagt, dass ihn der typische Lebensstress zu Kreuze trägt, und ich dachte

immer, dass das eine ziemlich dramatische Art war, das auszudrücken. Er fühlte sich oft unwohl in

einer Situation, die sich schon bald von selber aufklärte. Am Ende beziehe ich mich auch auf eine

tatsächliche Person als wortwörtliche Kreuzigung – „... for eternity you're my sentence" ist meine

Lieblingszeile auf dem ganzen Album.

To The Darkness

Eine Reise ins Unbekannte oder vielleicht auch nur meine eigenen Kämpfe mit Schlaflosigkeit, die

mich in meinen 40ern heimsuchen. In den meisten Nächten starre ich stundenlang in die Dunkelheit.

Das ist dann für gewöhnlich die Zeit, in der ich mich um meine Kinder und meine eigene

Sterblichkeit sorge, aber hauptsächlich bin ich davon genervt, dass ich nicht schlafen kann und in

vier Stunden wieder aufstehen muss.

The Glorious End

Ein Song darüber, ein tapferes Gesicht aufzusetzen, wenn man in seinem Herzen weiß, dass etwas

vorbei ist. Oder vorzugeben, etwas nicht zu glauben, wenn man tatsächlich glaubt, dass etwas

letzten Endes gut ausgehen wird. Ich glaube nicht, dass Negativität irgendetwas bewirkt, aber

manchmal muss man den Tatsachen auch einfach ins Auge blicken.

Last Fallen Saviour

Handelt davon, große Erwartungen zu haben und dann von Enttäuschung zerdrückt zu werden.

Ending Through Changes

Ein Song über Entscheidungen und Taten, die ein Ende herbeiführen. Vielleicht nur das Ende eines

Kapitels, aber etwas, das als Katalysator fungiert und die Dynamik einer Situation völlig verändert.

 

Kritik:

 Viel muss ich über die Herren aus Halifax eigentlich nicht sagen, nur soviel - nach Alben wie "Icon" oder "Draconian Times" und Songs wie "One Second" und Co. haben die Herrschaften ihren Platz an der Spitze erreicht, leider ging es dann stetig wieder bergab. Aber seit geraumer Zeit erklimmen die Mannen um Nick Holmes wieder den Berg des Erfolges, die letzten 3 Alben zeigten einen kontinuierlichen Qualitätsanstieg und wie schaut es jetzt mit "Tragic Idol" aus? Ich werde es gleich berichten. Das CD-Artwork weiß zu gefallen, verspielt und düster erinnert es an die alten Tage der Herren. Die Laufzeit von 46 Minuten in der 10 Trackversion geht auch ganz in Ordnung. Jetzt aber mal los zu den Songs. Den Anfang macht das Stück "Solitary One" und was ist das für ein Atmosphärenaufbau, das lässt doch schon mal das Beste erhoffen, dazu die frische und kraftvolle Stimme von Nick, so kann das Album gerne weitergehen. "Crucify" kommt dann etwas härter und schneller daher, hier gibt es alles was das Herz begehrt, geniales Riffing, perfektes Mixing eingängige Harmonie, was für ein Track - Beide Daumen nach oben. Mit "Fear Of Impending Hell" kommt ein etwas beklemmender, ruhiger Song über die Angst vor dem was nach dem Tod so mit uns passiert, kraftvoll und bedrückend, ganz in alter Paradise Lost Manier. Bei "Honesty In Death" wurde dann wieder etwas musikalische Unbeschwertheit ausgegraben, wenn man dies bei dem Text so formulieren kann. Der Song geht gut ins Ohr und unter die Haut. "Theories From Another World" kommt richtig schön knüppelig böse daher, eine wirklich harte Nummer in die eine ordentliche Portion Gewalt und Sozialkritik eingebaut wurde. Der nächste Song "In This We Dwell" ist in meinen Ohren, einer der Besten dieses Albums. Es liegt so unendlich viel Wahrheit in diesem Text, dazu noch ein absolut eingängiges Musikarrangement - WOW! Was für ein genialer Track. Mit "To The Darkness" kommt dann eine verdammt gute Heavy-Nummer, mit absolut genialen Riffs. Als nächstes erwartet mich der Titeltrack "Tragic Idol" der sehr gefühlvoll daher kommt, der Song ist durch und durch eingängig und bleibt ab den ersten Noten sofort im Ohr hängen. "Worth Fighting For" kommt dann wieder etwas schwerfälliger ums Eck, die Musik spiegelt beeindruckend stark den Text des Liedes wieder. Den Abschluss bildet dann "The Glorious End" hier wird nochmals Alles gegeben, und das Album mit einer Songstruktur und  Tiefe ausgeläutet die ihres Gleichen sucht. Fazit: Sie sind wieder da, Paradise Lost sind da wo sie schon einmal waren, an der Spitze! - Diese Scheibe lässt absolut keine Wünsche offen. Ich würde mal ganz frech behaupten: "DAS BIS JETZT BESTE ALBUM DIESES JAHRES!" Hier passt wirklich Alles, perfekte Abmischung, ausgefeiltes Songwriting, ein bombastisches Musikarrangement und dazu eine Stimmgewalt von Nick, die ich so schon ewig nicht mehr erlebt habe. Ich suche gerade den dritten Daumen den ich nach oben recken könnte. Das Album ist Pflicht für Alles und Jeden. 10 von 10 Punkten !!!

 

 

Diskografie (nur Alben):

Lost Paradise (1990)

Gothic (1991)

Shades Of God (1992)

Icon (1993)

Draconian Times (1995)

One Second (1997)

Host (1999)

Believe In Nothing (2001)

Symbol Of Life (2002)

Paradise Lost (2005)

In Requiem (2007)

The Anatomy Of Melancholy-DVD/live album (2008)

Drown In Darkness – The Early Demos (2009)

Faith Divides Us – Death Unites Us (2009)

Draconian Times MMXI – DVD/live album (2011)

Tragic Idol (2012)

 

PARADISE LOST online:

www.paradiselost.co.uk

 

Last modified on Donnerstag, 28 Juni 2012 11:03
Swen

...für jeden Mist zu haben !
...steck meistens in selbstgemachten Problemen !
...sehr anpassungsfähig !
...Music was my first love - and it will be my last !
...Metalhead durch und durch !
...ohne Bart nie zu sehen !
...verdorben bis ins Mark =;o)`
...sei lieb zu mir, dann bin ich auch lieb zu dir !
...Franke aus Überzeugung !

ALLES IN ALLEM:

„Der Swen James E. Hetfield ist ein sehr rätselhaftes und mächtiges Wesen und seine Rätselhaftigkeit wird nur durch seine Macht übertroffen.“

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